FDP Meerbusch

- Liberale Politik für unsere Bürger -

Kulturdenkmal "Haus Meer"

Position der FDP zu Haus Meer

Luxushotel auf Haus Meer gescheitert

Laut der archäologischen Sachverhaltsermittlung auf dem Gelände von Haus Meer aus dem Jahre 2015 (vgl. Kulturausschuss am 11.5.2016) dürfte der Bau eines Luxushotels auf Haus Meer wohl vom Tisch sein. Nun sollte wieder ernsthaft über den Kauf des Geländes durch die Stadt oder durch eine zu gründende Stiftung nachgedacht werden, wie die FDP es seit Jahren fordert.

Zur Vorbereitung auf die kommenden Diskussionen finden Sie anbei einige zentrale Dokumente !

Kleine Geschichte von Haus Meer bis 2008 (Dr.Irmtraut Richter)

Gutachten Haus Meer der FH Köln 2003

Parkpflegewerk/Kostengutachten von Bernbach & Strack 2005

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Regent-Group Planungsskizze
Regent-Group Planungsskizze


Dringlichkeitsantrag: Bebauung Haus Meer vom 30.08.2012

Sitzung des Planungsausschusses am 4.9.2012
Sitzung des Kulturausschusses am 11.9.2012



Sehr geehrter Herr Jürgens,
Sehr geehrter Herr Radmacher,


Die FDP-Fraktion beantragt, folgende Beschlüsse zu fassen:

1. Die Bebauung des Geländes von Haus Meer mit einem Hotel nebst Tiefgarage und sonstigen Nebengebäuden laut vorliegendem Planungsvorschlag der Regent – Gruppe vom März 2012 wird abgelehnt.

2. Die Verwaltung wird beauftragt, der Regent- Gruppe vorzuschlagen, einen genehmigungsfähigen Entwurf für einen Hotelbau auf dem Gelände von Haus Meer vorzulegen.

3. Sollte die Regent- Gruppe sich dazu nicht innerhalb angemessener Frist (max. 4 Wochen) äußern oder diesen Vorschlag ablehnen, wird die Verwaltung beauftragt, zuschussfähige Vorschläge für eine sog. 'Non–Profit– Lösung' für Haus Meer zu erarbeiten.

Begründung:

ad 1: Eine Hotelbebauung auf dem Gelände von Haus Meer erscheint grundsätzlich besser geeignet, die Wiederherstellung des Weyhe – Parks sicherzustellen und ihn für die Öffentlichkeit zugängig zu halten als eine Büro-/Wohnbebauung. Der derzeitige Planungsvorschlag der Regent – Gruppe, die dort ein Hotel mit 80 Zimmern, Tiefgarage und sonstigen Nebengebäuden errichten wollen, sprengt aber bei weitem den Rahmen. Diese Planung ist - wie wir von Anfang an gesagt haben – nicht genehmigungsfähig und das sowohl aus bau- als auch aus bodendenkmalpflegerischen Gründen.

Es macht deshalb keinen Sinn, wenn die Verwaltung auf der Grundlage dieser Planung weiterarbeitet. Das wäre Zeit- und Geldverschwendung.

ad 2: Der Regent – Gruppe sollte aber noch einmal die Chance gegeben werden, ihre bisherige Planung 'nachzubessern'. Dabei wird der Investor angesichts der ihm bekannten bau- und bodendenkmalpflegerischen Auflagen (vgl. Beschlüsse aus dem Pla-nungsausschuss von August 2008) um eine grundsätzliche Neuplanung nicht herum kommen. Begrüßenswert wäre dabei auch, der Architektur mehr Augenmerk zu schenken. Die derzeitige erscheint uns arg simpel, sie wird der historischen Bedeutung des Gesamtdenkmals nicht gerecht. Ferner sind die Details für die Sanierung der baulichen Denkmäler und des Parks und dessen Pflege festzulegen (z.B. der Kosten zwischen Investor und Stadt).

ad 3: Sollte die Regent- Gruppe zu einer Neuplanung nicht bereit sein – was ihr natürlich freisteht –, bleibt z.Z. als einzige Alternative - und nur in diesem Punkt stimmen wir Herrn Dr. Gérard zu – nur eine sog. 'Non – Profit' – Lösung. Nur mit der Erarbeitung eines Gesamtkonzept kann geklärt werden, ob und inwieweit mit Drittmitteln gerechnet werden kann. Die FDP – Fraktion hat dazu mit Antrag vom 26.09.2011 einen Vorschlag unterbreitet (vgl. Kulturausschuss vom 18.10.2011). Die Kosten für die Stadt dürften sich dabei im Rahmen halten, weil insbesondere von einer Schlossbe-bauung (auf absehbare Zeit) abgesehen wird: sowohl für den Erwerb des Geländes, die Wiederherstellung der Remise (diese möglicherweise mit Unterstützung des Kreises) und (in Schritten) des Parks kann mit Zuschüssen vom Land und evtl. auch vom Bund gerechnet werden. Vorausgesetzt wird – so stets die Landesbehörde - immer ein Gesamtkonzept der Stadt. Daran fehlt es leider bis heute. Es wird Aufgabe der Verwaltung sein, Vorschläge für eine zuschussfähige Planung für Haus Meer auf dieser oder ähnlicher Basis auszuarbeiten.

Mit freundlichen Grüssen


Klaus Rettig
(stv. Fraktionsvorsitzender)


Auszug aus der Haushaltsrede der Fraktionsvorsitzenden vom 29. März 2007 zum Thema "Haus Meer"

Ein Trauerspiel ist auch weiterhin, wie die CDU mit dem Gesamtdenkmal HAUS MEER, der Urzelle und dem Kleinod Meerbuschs umgeht.

Nachdem Sie, Herr Spindler, die Bürger auf dem Neujahrsempfang , die sich für Haus Meer stark machen, aufgefordert haben, sie sollten „ihre Interessen und Vorstellungen auf ein Maß zurücknehmen, das endlich einen tragfähigen Kompromiss ermöglicht. Andernfalls würde eine öffentliche Nutzung in weite Ferne rücken.“ war ziemlich klar, wie die Bedenken und Anregungen zum Bebauungsplan 247 HAUS MEER von der Verwaltung bewertet würden.



Die auch von uns vertretenen Forderungen der engagierten Bürger, auf die Nordbebauung zu verzichten, kein Mehrfamilienhaus auf dem Boden der Mühle zu errichten, entsprechend dem Weyhe Plan wieder einen Weiher zu realisieren, keine Norderschließung und keine Tiefgarage zu genehmigen, wurden abgeschmettert.

Herr Agne hätte keinen besseren Vertreter seiner Interessen als die CDU finden können. Durch die Bebauung mit vier Mehrfamilienhäusern im Norden, ist der Park mindestens zu einem Fünftel nicht mehr nutzbar für die Öffentlichkeit und die Norderschließung mit einer Tiefgarage im sensiblen archäologischen Bereich ist jetzt abgesegnet.

Nicht nachvollziehbar ist, dass Sie, meine Damen und Herren von der CDU gegen alle Prüfungsanträge stimmen.

Sei es unser Antrag, ein Wirtschaftlichkeitsgutachten zu erstellen, um eine nachvollziehbare Grundlage zu erhalten, welche Bruttogeschossfläche tatsächlich für eine wirtschaftliche Nutzung des Geländes notwendig ist.

Oder der Antrag von Bündnis 90/Die Grünen, den wir unterstützen, die Prüfung der Realisierung einer zentralen Verwaltungseinheit in Kombination mit einem Kulturhaus auf dem Gelände vorzunehmen.

Fakt ist doch, Herr Agne hat unter Preis ein Spekulationsgrundstück gekauft mit unbestimmter Bebauungsmöglichkeit und allein der Rat entscheidet über Art und Umfang der Bebauung. Fakt ist auch, Herrn Agnes Herz hängt nicht am Gesamtdenkmal, seine Mitstreiter bezeichnen die wissenschaftliche Dokumentation zu HAUS MEER als „Pamphlet“, der historische Weyhe Plan wird als „Wunschplan“ diskreditiert.



Wir werden in Kürze eine Sondersitzung des Planungs- und Kulturausschusses beantragen, um ein Modell vorzustellen, mit dem durch einen geschlossenen Immobilienfond und eine Stiftung die öffentliche Nutzung von Haus Meer gesichert wäre.

Mehrere Probleme könnten gelöst werden, wenn sich die Stadt daran beteiligt: Meerbusch erhielte ein Rathaus für die Verwaltung und für kulturelle Nutzungen, der gesamte Park würde für die Bürger erlebbar und begehbar sein und nach 30 Jahren gehörte das Gelände der Stadt.


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